Der Weg zum Menschen (1)

Die Vormenschen

Wir verdanken unsere Existenz als große denkende Säugetiere vielen zufälligen erdgeschichtlichen Ereignissen, wie auch jeder einzelne Mensch seine persönliche Existenz geschichtlichen Zufällen verdankt. Dabei dürfte das Klima zu den wichtigsten Einflüssen gehört haben. Als am Ende des späten Miozäns das Tethys-Meer vom Atlantik abgeschnitten worden war, führte das zur sog. „Mediterranen Salzkrise“ . Durch den fehlenden Wasseraustausch mit den Weltmeeren und den abgeschnittenen Zufluss vom asiatischen Festland verringerte sich die Wassermenge zwischen Afrika und Europa und große Mengen Salz lagerten sich im trocken fallenden Mittelmeerbecken ab. Diese Salzablagerung dauerte, geologisch gesehen, nur sehr kurze Zeit, vielleicht wenige 100 000 Jahre, bewirkte aber vor acht bis sieben Millionen Jahren eine drastische Klimaveränderung. Die Temperatur auf der Erde sank plötzlich stark ab, um etwa 5°C, und es wurde trockener.

Infolge der großen klimatischen Umschwünge begann in Afrika der tropische Regenwald, der zuvor von West- bis nach Ostafrika gereicht hatte, allmählich zu schrumpfen. In einer breiten östlichen Randzone weitete sich der Urwald nach und nach zu einem Flickenteppich aus einzelnen Baumgruppen aus und es entstand ein mit Flussläufen und Seen durchsetztes Gebiet. Der Druck der neuen Umwelt bewirkte vor etwa sieben bis sechs Millionen Jahren dann nicht nur die Aufspaltung der Stammeslinie in Wollhaar-Mammut und Asiatischem Elefant, sondern leitete auch die Evolution zum Menschen ein. Während dieser Epoche trennten sich bei den Primaten nämlich die Entwicklungsstränge hin zu den heutigen Schimpansen (und Bonobos) bzw. zu den Menschen.

Stammbusch

Die Grundfragen unserer Stammesgeschichte sind heute geklärt und unstrittig, aber wirklich gesicherte detaillierte Erkenntnisse zu unserer Evolution bleiben die Ausnahme. Es liegen zwar Tausende von Fossilien (Schädel, Skelette oder Fragmente davon) vor, die die Entwicklung des Menschen aus menschenaffenartigen Vorfahren überzeugend dokumentieren, aber die Fundlücken sind meistens zu groß, um zweifelsfreie Abstammungslinien zwischen ihnen herstellen zu können. Auf 100, auf 1000 Generationen kommt rein statistisch betrachtet nur ein Fund. Daher vermitteln die fossilen Knochen im Detail bestenfalls eher ein diffuses Abbild dessen, was einst eine äußerst verwickelte Abfolge von Ereignissen gewesen sein muss.

Die mit jedem Fund größer werdende Vielfalt menschenähnlicher Fossilien legt eine schnelle und breite Radiation der Primaten (wie übrigens auch der Pferde) vor etwa sieben bis fünf Millionen Jahren in Ostafrika nahe. Meistens lebten mehrere Homininenarten, die jeweils mehr oder weniger erfolgreich an bestimmte Lebensräume und Klimabedingungen angepasst waren, zugleich. Die früheren Stammbäume mit festen Abstammungszuweisungen sind inzwischen zu einem lockeren, ausladenden Stammbusch mit vielen Verzweigungen und sich auftrennenden, neuen Stammeslinien mutiert. Er umfasste zu jeder Zeit mehrere Arten und geografische Varianten, bei denen es zu ständigen Rekombinationen kam. Die Vielfalt der Übergangsformen war damals wohl so groß, dass es kaum eine genaue Trennlinie zwischen eher affenähnlichen Zweigen unseres Stammbusches und jenen Verästelungen geben kann, die schließlich zum Homo führten.

Die Abgrenzung zwischen den einzelnen Frühmenschenformen, die Bestimmung der Art-Identität und die Bestimmung der genauen Abfolge der Homininen ist sehr schwierig. Gleiche und ähnliche Merkmale deuten nicht zwangsläufig auf eine Abstammungsverwandtschaft hin – nicht einmal dann, wenn die beiden Primaten zu verschiedenen Zeiten lebten. Parallelentwicklungen und Umkehrungen von Merkmalsausprägungen können in die Irre führen. Hinzu kommt, dass wir nicht wissen, wie groß die Variationsbreite im äußeren Erscheinungsbild war, wie die Angehörigen einer Art z. B. in unterschiedlichen Lebensaltern und Geschlechtern aussahen.

Es wäre auch voreilig zu behaupten, dass wir von allen Formen und Arten, die damals existierten, schon Skelette oder Schädel gefunden haben, denn der Bestand der einzelnen Varianten war vermutlich in dieser Zeit sehr dünn und die geologischen und klimatischen Bedingungen zu ungünstig. Weitere Fossilfunde können möglicherweise mehr Übersicht im Detail über unseren Stammbusch verschaffen, aber mit jedem neuen Fossil wird das Bild der Entwicklung zum heutigen Menschen auch immer komplexer.

Während der letzten Jahrzehnte haben sich die wissenschaftlich anerkannten Homininenarten, welche dem Stammbusch des Menschen zugeordnet werden, fast verdoppelt. Unser Wissen ist aber noch viel zu lückenhaft, um eine genaue Einteilung festzulegen. Daher wechseln Artnamen und Artzugehörigkeit bei der Deutung vor- und frühmenschlicher Fossilien häufig, wobei auch das jeweilige Weltbild immer eine Rolle spielt. Letztlich sind die Einordnungen weitgehend hypothetisch und dienen nur der groben Orientierung. Zwei Denkrichtungen haben sich unter den Forschern herausgeschält: die „Splitter“ (von engl. to split = aufteilen) und die „Lumper“ (von engl. to lump together = zusammenwerfen), deren Ergebnisse weit auseinanderklaffen. Während die Splitter über 20 hominine Arten annehmen, gehen extreme Lumper von weitaus weniger Spezies aus; einige schließen sogar Artspaltungen in der eiszeitlichen Homo-Linie aus.

Selektion

Der Rückgang des Regenwaldes zu baumbestandenen Feuchtsavannen erforderte für unsere damaligen Ahnen eine Anpassung an das Leben am Boden, denn die Abstände zwischen den fruchttragenden Bäumen und damit die Wege zu den Hauptnahrungsquellen der damaligen Primaten verlängerten sich. In vielen inselartigen Habitaten und an Waldrändern entstanden zahlreiche zumindest zeitweise aufrecht gehende Vormenschen-Varianten. Der Aufrechtgang könnte eine „Präadaptation“ aus dem Wald gewesen sein, denn wahrscheinlich konnten sich unsere noch schimpansenartigen baumbewohnenden Vorläufer schon aufrichten (z. B., um nach Früchten zu greifen) und auf den Ästen kurzfristig laufen.

Als sich baumlose Lücken im Regenwald auftaten, folgten die bisherigen Baumbewohner bei der Nahrungssuche zwangsläufig ihrem anatomisch vorgegebenen Bewegungsmuster. Der Selektionsdruck auf eine effektive Fortbewegungsart dürfte generell immer besonders groß gewesen sein. Die Selektionskräfte scheinen zuerst die Hinterbeine und das Becken umgebildet zu haben. Auf die Arme und die Schulterpartie sei es zunächst wohl nicht so vordringlich angekommen. Solche Körperteile konnten darum erst später umgebaut werden.

Wenn sich ihre Umweltbedingungen veränderten, fanden intensive Entwicklungsschübe statt. Ein bestimmter Körperbau, eine Ernährungsweise oder eine Art der Fortbewegung, die zu einer Zeit gut passten, waren zu einer anderen womöglich weniger ideal. Wenn die wahrscheinlich sehr kleinen Populationen nach vielen Generationen einer räumlichen Isolation irgendwann wieder aufeinandertrafen, hatten sie Merkmale wie aufrechter Gang, Gehirngröße, Gebiss oder Hände unterschiedlich entwickelt – aber womöglich passten sie biologisch noch gut genug zusammen, um fruchtbare Nachkommen miteinander zu zeugen.

Vormenschen

-Als derzeit vermutlich ältester bekannter Vertreter unter den Vormenschen gilt der Sahelanthropus tschadensis, auch Toumai („Hoffnung auf Leben“) genannt, der vor 7,2 bis 6,8 Millionen Jahren in der Djourab-Wüste im Norden des Tschad lebte. Er besaß schon einen flachen Gesichtsschädel und recht kleine Eckzähne, aber noch ein Gehirn, das typisch für Menschenaffen ist. Daher halten ihn manche Forscher nur für einen gemeinsamen Vorfahren von Menschen und Schimpansen.

-Auch bei Orrorin tugenensis aus Kenia können die Daten nicht eindeutig belegen, ob es sich bei ihm wirklich um einen frühen Vormenschen handelte oder eher um einen Vorfahren der heutigen afrikanischen Menschenaffen oder gar einen Vertreter ausgestorbener Menschenaffenlinien. Seine Fossilien sind etwa sechs Millionen Jahre alt. Er lebte noch vorwiegend auf Bäumen, wo er schon ganz gut zweibeinig stehen und gehen konnte.

Ardipithecus ramidus, von dem man Fossilien aus der Zeit zwischen 5,8 und 4,4 Millionen Jahren fand, zeigt neben archaischen Menschaffenzügen ebenfalls schon Homininenmerkmale, wie z. B. ein menschenähnliches Becken und kleine Eckzähne. Er könnte ein ausgestorbener Seitenast unserer Ahnenreihe sein, aber auch ein früher Vertreter der Australopithecinen (s. u.).

Die Australopithecinen

In der Zeit zwischen sieben und fünf Millionen Jahren vor heute spalteten sich die Australopithecinen in Ostafrika von der äffischen Linie ab. Ihre Vorfahren waren den immer kleiner werdenden Waldregionen gefolgt und hatten immer längere Strecken über den Boden zurücklegen müssen. Die Zahl und Dichte ihrer Funde nahm ab etwa vier Millionen Jahren vor heute entscheidend zu. Zufallsereignisse bis 2,4 Millionen Jahren vor heute (Vulkanismus, afrikanische Dürren, Veränderung der Gezeiten und Vernichtung der Schalentiervorkommen) bewirkten häufige Auslesezyklen und prägten die Entwicklung.

Es kam wohl damals zu einer explosionsartigen Radiation, wofür der ostafrikanische Grabenbruch und der mosaikartige Lebensraum günstige Voraussetzungen schufen. Verschiedene Formen existierten über längere Phasen in zum Teil deutlich unterschiedlichen Habitaten nebeneinander – in Gebieten mit ziemlich dichtem Baumbestand, am Waldrand, in feuchteren seen- und flussreichen Regionen mit entsprechend üppiger Vegetation, in Savannenlandschaften mit Baumbeständen. Manchmal verteilten sie sich wieder über größere Gebiete und vermischten sich mit anderen Populationen.

Bei den frühen Australopithecinen waren die Unterschiede zu den Menschenaffen nur graduell, vor allem in den Merkmalen, die sich auf den Aufrechtgang beziehen. Vor vier bis drei Millionen Jahren war die Umbildung der Hinterextremitäten aber schon sehr weit fortgeschritten. Weil sich damit größere Distanzen bei geringerem Kalorienumsatz überwinden ließen, waren diese Arten in der Lage, ihren Aktionsradius zu erweitern und in diverse Gebiete vorzudringen, die zuvor schwer erreichbar waren. Immer auf der Hut vor Raubtieren und auf der Suche nach neuen Futterquellen mussten auch ihre Sinne geschärft werden. Unsere Fernsicht sollte ein biologisches Erbe aus dieser Zeit sein.

Die Australopithecinen breiteten sich bis nach Südafrika aus. Vermutlich kennen wir nur einen Teil der Arten, die vor allem in Süd- und Ostafrika verbreitet waren, von denen Fossilien aber auch im Tschad, 2500 Kilometer nordwestlich des Ostafrikanischen Grabenbruchs, gefunden wurden. Derzeit unterscheidet man grob zwei Linien: die „grazilen“ Vertreter (u. a. Australopithecus anamensis, afarensis, africanus, garhi) und die „robusten“ (Australopithecus aethiopicus, robustus, boisei).

Die Anpassungen an die Nahrungssuche in Bäumen (Früchte und Blätter) wurden zunächst beibehalten. Vor allem spätere Arten besaßen aber schon breitflächige Backenzähne, was darauf hinweist, dass ein großer Teil ihrer Nahrung auch aus härteren Teilen (Samen, Nüssen, Wurzeln und Baumrinde, vielleicht auch stärkereiche und eiweißreiche Wurzelknollen) bestand, die zermahlt werden mussten. (Auf eine solche Anpassung könnte auch das Verschwinden der Affenlücken -Diastemata – im Gebiss hindeuten, in denen die langen Eckzähne im Ober- und Unterkiefer der Menschenaffen Platz finden.) Der Rückgriff auf die genannten energiereichen Nahrungsmittel war in kühlen und trockenen, wenig fruchtbaren Klimaperioden lebensnotwendig. Außer pflanzlicher hat wohl auch schon tierische Nahrung bei manchen Australopithecinen auf dem Speiseplan gestanden: Würmer. Maden, Käfer, Eidechsen, Vogeleier – vielleicht auch manchmal eine junge Gazelle, die ihre Mutter verloren hatte.

Die Hirngröße der Australopithecinen betrug durchschnittlich 420 bis 600 cm3 und liegt absolut im Variationsbereich der rezenten Menschenaffen, gilt aber bezogen auf das geschätzte Körpergewicht als relativ größer. Sie entsprach jedenfalls dem doppelten Hirnvolumen der damals lebenden Affenarten und blieb bis vor ca. 2,5 Millionen Jahren relativ konstant, trotz der energiereichen Nahrung und überall lauernden Gefahren durch Raubkatzen und Hyänen. Ihre recht stabilen Gruppen aus 10 bis 20 Männchen und Weibchen (mit kleineren Substrukturen) gewährleisteten aber einen recht guten Schutz. Die Sexualdimorphie, also die Körperbauunterschiede zwischen den Geschlechtern, war zum Teil noch stark ausgeprägt. Das Verschwinden der großen Eckzähne könnte eine soziale Umorganisation bedeutet haben, denn große Eckzähne waren vor allem für Drohgebärden gegenüber anderen Männchen da.

Früher Werkzeuggebrauch

Für das allmähliche Zurückweichen der langen Eckzähne könnte aber auch, so glauben manche Forscher, der zunehmende Gebrauch von Werkzeugen mit verantwortlich sein. Nach der Herausbildung eines dauerhaften aufrechten Ganges waren die Hände fortwährend frei geworden und jetzt vielfältig zu gebrauchen, z. B. zum viel besseren Greifen und zum Transportieren von Gegenständen. Es spricht einiges für die Annahme, dass die Australopithecinen schon Knochen, Gehörne oder Äste als Hilfsgeräte verwendeten (z. B. zum Ausgraben von Knollen), was allerdings wegen der geringen Haltbarkeit der Materialien schwer nachzuweisen ist.

Gelegentlich benutzten sie wohl auch schon einen scharfen Stein, um Maden aus der Baumrinde zu kratzen, oder einen größeren Stein, um damit Schalen von Nüssen aufzuschlagen. Das alles aber geschah eher rein zufällig und nicht systematisch. Allerdings fand man in 3,3 Millionen alten Sedimenten aus Lomekwi am Westufer des Turkana-Sees (Kenia) große, unhandliche Steine mit Bearbeitungsspuren, einige davon 15 Kilogramm schwer. Das Rohmaterial für diese Artefakte musste zur Fundstelle gebracht worden sein, von welcher Vormenschen-Art genau, ist noch unklar.

Auch wozu die Steine dienten, kann man noch nicht sagen. Zu ihrer Herstellung hatten die Vormenschen entweder den Kernstein mit beiden Händen gegen einen größeren Ambossstein am Boden geschlagen, oder sie hatten den Kernstein auf einen Amboss gelegt und mit einem Hammerstein draufgeschlagen. Die nächstältesten gefundenen Werkzeuge sind viele hunderttausend Jahre jünger. In Bezug auf die Herstellungstechnik besteht aber keine erkennbare Verbindung zwischen ihnen und den Artefakten aus Lomekwi, zumindest gibt es keine Zeugnisse dafür. Die sogenannte „Lomekwi-Kultur“ scheint also isoliert dazustehen, so als wäre die Neuerung, sich Steine zurechtzuschlagen, kurz aufgeflackert und wieder verloschen, ohne dass die Technologie weitergegeben wurde.

Wahrscheinlich haben wir die Geschicklichkeit der Vormenschen unterschätzt. Lange glaubten die Paläoanthropologen, dass allein der Mensch (Homo) in der Lage war, Gestein oder anderes sehr hartes Material für seine Zwecke zu bearbeiten. Mittlerweile scheint sich aber der Verdacht zu bestätigen, dass bei den Homininen, vielleicht sogar auch bei anderen Primaten, etliche Populationen mit der Herstellung von Steinwerkzeugen oder auch nur mit dem Bearbeiten von Steinen herumprobierten – ohne Austausch zu anderen. Die Erfahrungen wurden nicht an spätere Generationen weitergegeben, so dass die Erfindungen wieder untergingen, da sie zunächst auch wohl keine große Rolle für eine Umweltanpassung spielten.

[Der Gebrauch und die Herstellung von Werkzeugen gehören nach neuesten Erkenntnissen auch zu den potenziellen Fähigkeiten einiger Menschenaffen. Der Werkzeuggebrauch bezieht sich vorwiegend auf Holzwerkzeuge, aber in einigen Kulturen werden auch Steinhämmer benutzt. So pflegen Gruppen von Schimpansen in Bossou / Guinea große Nüsse mit Steinen aufzuschlagen. Im Urwald der Elfenbeinküste benutzen die Schimpansen für die härteren Panda-Nüsse geeignete Hammersteine und einen Steinamboss. Der Archäologe Nicholas Toth von der Indiana-University lehrte in Gefangenschaft lebenden Bonobos („Kanzi“), von Steinen scharfe Abschläge (Klingen) zu machen und damit Seile zu durchtrennen. Er glaubt, dass Bonobos auch lernen würden, Artefakte wie die von Lomekwi herzustellen, wenn man ihnen die passenden Steine dafür geben würde.

Kleine Kapuzineraffen zerschlagen mit Hammersteinen Felsblöcke, um den dabei erzeugten Quarzstaub auflecken oder durch die Nase einsaugen zu können. Die Gesteinssplitter ähneln unverkennbar den abgeschlagenen Steinen, die man von manchen Fundstätten der Menschenvorfahren kennt. Es ist der erstmalige Nachweis, dass nichtmenschliche Primaten absichtlich Steine zerbrochen und scharfkantige Splitter hinterlassen haben.]

Fazit

Die Australopithecinen scheinen die basale Gattung bei der Menschwerdung gewesen zu sein. In einem anderen Szenario bilden die Australopithecinen lediglich einen Ast des menschlichen Stammbaums, der ausgestorben ist, während ein weiterer Ast auf Orrorin (s. o.) zurückgeführt wird. Die meisten Paläontologen sehen aber in dem grazilen Australopithecus afarensis („Lucy“) einen der direkten Vorfahren der Gattung Homo, oder zumindest einen ihr nahestehenden Verwandten. Er starb vor knapp drei Millionen Jahren aus, als in den nördlichen Breiten die Eiszeiten einsetzten und es in Afrika zunehmend kälter und trockener wurde. Wieder einmal sollte sich das Klima zur treibenden Kraft bei der Menschwerdung erweisen.

REM

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